Radio und die ewig 10-20 gleichen Lieder

Du kennst das sicherlich auch. Du hörst im Büro oder Zuhause, wo auch immer, so nebenbei Radio und dir fällt mit der Zeit eine Sache ganz gewaltig auf. Die bekanntesten Sender spielen – gefühlt – immer nur die selben 10-20 Lieder. Dir geht das wohl gehörig auf den Zünder und irgendwann fängst Du sogar an diese Lieder zu hassen, manche dudelst du sogar im Kopf vor dir hin oder raunst in dich innerlich hinein, weil du dir denkst, ach nicht schon wieder dieses Lied. Nach einiger Zeit kommt dir natürlich die Frage: Es gibt so viel Musik auf dieser Welt und warum wird soviel  davon nicht gespielt? Mich selbst hat diese Frage auch bewegt und mich dazu gebracht nachzuforschen warum dies so ist, wie es ist.

Leider lässt sich das ganze nicht einfach so in zwei Sätzen beantworten. Es spielen echt viele Faktoren eine Rolle, warum, welches Lied, wie oft gespielt wird und warum die Sender das so machen. Zuallererst müssen wir erstmal das Wort „Mainstream“ ansprechen. Denn Massengeschmack. Radiosender sind, wie jedes andere Medienunternehmen die irgend etwas ausstrahlen, auf Einschaltquoten – gleich Einnahmen – angewiesen. Da ist es natürlich völlig logisch das man so viele Hörer wie möglich ansprechen möchte, das diese weder dazu veranlasst werden umzuschalten. Sprich den Mainstream und wenn es geht die 3 Hanseln darüber hinaus auch mit. Und was wird oft gehört? Natürlich das was in den Charts sehr weit oben steht. Das wäre erstmal das Grundlegende Prinzip.

Als nächstes muss man beachten das nicht der Moderator die Musik auswählt, nein nein, dieser hat gewisse „Playlists“ vorliegen. Zusammengestellt von der Musik-Redaktion die eine Auswahl zwischen Hits (Charts), älteren Titeln, eventuell auch mal einen Ausreißer, mithilfe von spezieller Software aus einem Pool von Songs der sogenannten Rotation zusammenstellt. Dieser Pool umfasst dann meistens nicht mehr als 120-150 Lieder und darin sind wiederum nur Titel enthalten die durch Statistik bzw. durch Umfrageergebnisse bewertet wurden. Titel die sehr oft gespielt werden, kommen dann innerhalb der Rotation in die „Hot Rotation“. Das sind die Titel wo du wahrscheinlich immer abkotzt, wenn du sie hörst oder freudig aufspringst. Je nachdem 😉 Diese computergenerierten, aus dem Pool erstellten Playlists werden dann in verschiedenen Formaten (Sendungen) an gewissen Tageszeiten immer wieder rauf und runter genudelt.

Was merken wir nun, nachdem wir etwas mehr Durchblick haben? Das wir eventuell nicht zum Mainstream des Radios gehören. Denn diejenigen die sich aufregen, haben mit aller Wahrscheinlichkeit einen etwas anderen oder eher spezielleren Musikgeschmack. Es gibt ja durchaus auch am Wochenende oder spät Abends, halt nicht in der Hauptsendezeit (Prime Time), Sendungen die auch auf andere Musikwünsche eingehen. Letztens war erst bei MDR Jump ein 80er Tag. Ich sag euch, ein geiler Song nach dem anderen. War eine echte Wohltat. Ansonsten recht guter Tipp von vielen: Internetradio hören! Da gibt es abertausende Radiostationen die genau deinen Musikgeschmack treffen. Da brauch man diese Mainstream-Dudel-Sender eigentlich gar nicht mehr 😉

 

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